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»» Und noch ein Gedicht ...
Natürlich schreibe ich nicht nur Gedichte, sondern interessiere mich generell für Lyrik. Folgende gehören zu meiner ganz persönlichen Sammlung. Mich stört lediglich an ihnen, dass sie nicht von mir sind. Seitdem du fort bistTrotz hochgestellter Heizung Reisegedicht Letzter Halt Auf dieser ganzen langen Reise durch mein Leben bist du die schönste Station. Wo ich auch anhielt, was ich dort auch tat, es ist jetzt schon vergangen. Zu dir aber werde ich immerzu wollen. Gleichgültig wie oft oder selten und mit welcher Fahrt, bei dir finde ich mich angekommen. Christina Udwari Zuneigung Ich kann dich riechen, schmecken, hören, fühlen, ansehn. ---- Ich mag dich munter, müde, aufgeregt und still. ---- Auch was mir nicht an dir gefällt, kann ich verstehen. ---- Weshalb ich gerne bei dir mit dir älter werden will. Heinz Kahlau Banal Warum eigentlich liebst du mich? Das war deine Frage und ich musste überlegen. ----- Weil - wir zusammen lachen können - wir uns ernst nehmen - du mich frei sein lässt - du da bist, wenn nötig - du zärtlich bist weil ... --- Du schienst enttäuscht: so banale Dinge nur! --- Aber die Verliebtheit kam durch das Außergewöhnliche das Beeindruckende das Andersartige. ------ Doch als die Verliebtheit ging konnte die Liebe bleiben nur wegen dieser Banalitäten. Wilfriede Maria Lenzke Zwiesprache Du stiller Mund, offenes Rund, wie klaffst du wund. ------ Du gibst mir Kunde von weher Stunde. ------ Gesunde! Frieder R. I. Kudis Graswispern Ich liege im Gras und halmhoch ist mein Blick. Ich streichle die Stängel und sie mich zurück. Die Ameisen geben heut gar keine Ruh- sie zwicken mich fleißig. Die Sonne schaut zu.
Da erhebt sich ein Wind, ein Hauch ist es nur. Die Gräser erzittern wie an einer Schnur. Mir ist es, als hört`ich ein Wispern hier- es sind ja die Halme! Was flüstern sie mir?
Ganz angestrengt lausch ich. Jetzt kann ich verstehn! Sie sagen, dass sie heut ein Glückskind hier sehn. Sie kitzeln und wispern mir in mein Ohr: ,,Gras wispern zu hören kommt nicht so oft vor!'' Christina Udwari Keiner von den bösen Tagen Eiskaffee und Jazzrhythmen schmelzen mir in Mund und Ohr. Deckenventilator dreht sich und mich.
Strohhut sitzt auf altem Mann, zwinkert enger Bluse des Mädchens zu. Zigarettenqualm steht noch zwischen dem Kuss des Pärchens, Hände kleben noch aneinander fest.
Sonnenbrille rutscht lustig auf der Nase. Fahrrad winkt Cabrio beim Überholen zu. Luftballon will sich von der Leine reißen, Kind lacht ihn aus.
Getränke eilen zu Tischen. Salatsoßen tropfen. Kaltes Wasser perlt um Eiswürfel. Genüssliches Nuckeln an Trinkhalmen.
Schweiß teilt sich in sichtbar und riechbar. Sonnencremeduft tritt dagegen an: Hitzegleichstand. Heute kein Gewinner.
Krawatten baumeln locker. Brusthaare krabbeln aus dem Hemd. Sandalenfüße rekeln sich, buntglänzend lackierte Zehennägel wippen übermütig.
Sonneblicht sticht aufmüpfig. Ab und zu gibt es sich kurz hinter Dunstwolken geschlagen. Schwüle drückt mich- aber wie ein Freund.
Hunde saufen von Springbrunnenfontänen. Spatzen lustschreien im Sandbad.
Dazwischen streifen Träume und Sehnsüchte einher- streicheln erlaubt. Keiner von den bösen Tagen. Hat mich lustvoll geliebt- und wär 's nur einmal: Danke. Julinachmittag. Christina Udwari _______________________________________________________________ Hörspiel Die Schläge der Turmuhr tropfen leise Mitternacht in das Dorf.
Regentropfen schlagen hart auf die Dächer ein.
Stille.
Bisweilen zu ahnen schleifende Schleppe finsterer Zeit. Frieder R. I. Kudis _______________________________________________________________ Liebe Ein Leben ohne Liebe ist wie der Bach, der nicht mehr fließt, ist wie der Himmel ohne Sonne, wie das Gras, das nicht mehr sprießt.
Ein Leben ohne Liebe ist wie der Wind, der nicht mehr weht, ist wie die Wiese ohne Blumen, wie der Baum, der nicht mehr steht.
Ein Leben ohne Liebe ist wie der Busch, der nicht mehr blüht, ist wie die Rose ohne Dornen, wie der Stern, der nicht mehr glüht. Ingelore Jebens ________________________________________________________________________________ Nebenbei liegt Schreibpapier Ach du Schreck, wo blieb die Zeit! Wo war ich nur gewesen! War wohl zwei gute Stunden weit. Ich hab mich festgelesen. Alles ringsum ließ mir Ruh. Von ungemachten Betten klinkt ich nur rasch die Türe zu. Als könnte mich das retten. Die Arbeit rief nun doch nach mir und ich ging in die Küche. Doch nebenbei liegt Schreibpapier für meine eignen Sprüche. Elfi Fitz ______________________________________________________________
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